Koptische Markuskirche, Moderne orthodoxe Kirche in Donaustadt, Wien, Österreich
Die Koptische Markuskirche ist eine freistehende Saalkirche in Wien-Kaisermühlen, die 1917 nach einem Entwurf von Hans Prutscher errichtet wurde. Sie verbindet Sichtziegelmauerwerk mit einer verputzten Eingangsfront, die Reliefmedaillons trägt und von einem Giebelreiter mit Kruzifix bekrönt wird. Zwischen den beiden Eingangstoren befindet sich ein großes Majolikarelief des Gekreuzigten mit Soldaten, das 1933 der Bildhauer A. Fleischmann nach einem Entwurf von Otto Prutscher schuf.
Das Gebäude wurde 1917 während des Ersten Weltkriegs von russischen Kriegsgefangenen errichtet und folgte Entwürfen des Architekten Hans Prutscher. Nach dem Krieg wandelte sich die ursprüngliche katholische Notkirche später zur Heimat der koptisch-orthodoxen Gemeinde um.
Die Kirche dient heute als wichtiger Treffpunkt für die koptisch-orthodoxe Gemeinde Wiens. Sie prägt das Gemeindeleben in diesem Bezirk durch ihre regelmäßigen Gottesdienste und Veranstaltungen.
Die Kirche steht in der Wagramer Straße in Kaisermühlen, wenige Gehminuten vom Vienna International Centre und der U-Bahn-Station Alte Donau entfernt. Da es sich um eine geweihte koptisch-orthodoxe Kirche handelt, empfiehlt sich ein Besuch außerhalb der Liturgie; das Innere wurde für den koptischen Ritus umgestaltet, wobei der Altar für die Gemeinde nicht sichtbar ist.
Ein großes Majolika-Relief des Bildhauers A. Fleischmann von 1933 ziert den Eingangsbereich und erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Dieses kunstvolle Element verbindet die Kriegsgeschichte des Gebäudes mit seiner späteren Transformation zu einem Ort der heutigen Gemeinde.
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