Schloss Oberpullendorf, Denkmalgeschütztes Schloss in Oberpullendorf, Österreich.
Das Schloss Oberpullendorf, auch Rohonczy-Schloss genannt, steht im Ortszentrum von Oberpullendorf im österreichischen Burgenland. Der Bau folgt einem hakenförmigen Grundriss aus dem 17. Jahrhundert; aus einem vermutlich mittelalterlichen Vorgängerbau sind Mauerreste von etwa 150 cm Dicke erhalten. Die Familie Niczky ließ das Gebäude kastellartig ausbauen, 1880 wurde es im Stil des Historismus restauriert. Heute beherbergt es das Haus St. Stephan, ein Bildungs- und Jugendzentrum.
Das Schloss wurde 1752 erstmals dokumentiert und kam im 19. Jahrhundert in den Besitz der Familie Rohonczy. Die Familie prägte die Nutzung des Anwesens über viele Jahrzehnte.
Der Name Rohonczy-Schloss geht auf die Familie Rohonczy zurück, die das Gebäude 1880 im Stil des Historismus restaurieren ließ und bis Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnte. Der letzte Bewohner, Baron György Rohonczy Gedeon (1885–1975), übersiedelte nach Középpulya; heute beherbergt das Haus das Haus St. Stephan, ein Bildungs- und Jugendzentrum.
Das Schloss steht im Ortszentrum von Oberpullendorf und beherbergt heute das Haus St. Stephan, ein Bildungs- und Jugendzentrum der Diözese Eisenstadt; das Innere ist daher meist nur bei dessen Veranstaltungen zugänglich. Das Gebäude ist ein geschütztes Denkmal; von der Straße aus sind die Fassade und die erhaltenen mittelalterlichen Mauerreste von etwa 150 cm Dicke zu sehen.
György Rohonczy, ab 1921 Gutsherr, holte rund 120 Romnja und Roma aus dem Anhalte- und Arbeitslager Lackenbach als Arbeitskräfte auf sein Gut, das als kriegswichtiger Betrieb eingestuft war; die Geretteten erhielten ordentliche Wohnplätze und Verpflegung und entgingen den Transporten in die Vernichtungslager, mehrere flohen später über die nahe Grenze nach Ungarn.
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