Martinswand, Klettergebiet an Kalksteinwänden in Zirl, Österreich.
Die Martinswand ist eine Kalksteinfelswand bei Zirl in Tirol, die als Klettergebiet, Touristenattraktion und Eingangspunkt zu einer Höhle bekannt ist. Die senkrechte Felsflanke ragt deutlich über dem Inntal auf und ist von Zirl aus gut sichtbar.
Die Kalksteinfelsen der Martinswand entstanden vor Millionen von Jahren als Teil der nördlichen Kalkalpen. Im frühen 20. Jahrhundert begannen Bergsteiger, die Wand systematisch für das Klettern zu erschließen, und legten damit den Grundstein für das heutige Klettergebiet.
Seit Jahrzehnten pflegen Kletterer hier ihre eigenen Routen und geben dieses Wissen von Generation zu Generation weiter. Die Wand gilt in der regionalen Klettergemeinschaft als ein Ort, an dem man sich trifft, übt und die ersten schwierigen Routen versucht.
Markierte Wege führen vom Parkplatz nahe der Autobahn zur Felswand, wobei die Gehzeit je nach gewähltem Weg stark variiert. Für den Besuch empfiehlt sich eine Planung nach Jahreszeit und Wetterlage, da die Bedingungen an der Felswand sehr wechselhaft sein können.
In der Felswand befindet sich eine kleine Höhle, die mit einer Legende über Kaiser Maximilian I. verbunden ist, der hier angeblich beim Gemsjagen in Not geriet. Ein Gedenkrelief in der Wand erinnert noch heute an diese Geschichte und ist von unten mit bloßem Auge zu erkennen.
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