Kirche Maria Namen, Modernes Kirchengebäude in Wien, Österreich
Die Pfarrkirche Maria Namen ist eine römisch-katholische Kirche in der Hasnerstraße 11 im 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring. Der Architekt Otto Nobis entwarf den Bau, den die Firma Hofmann & Maculan ab 1972 mit einer modernen Sichtbetonfassade errichtete; geweiht wurde sie am 12. Oktober 1974. Im Inneren befinden sich eine Marienstatue von Johann Langthaler (1974), ein freistehender Tabernakel von 1976 mit goldemaillierten Türen von Edda Raymann und Mosaikfenster von 1978 aus der Werkstatt Carl Unger.
Ein Holzlagerplatz an der Ecke Hasnerstraße/Hippgasse wurde am 28. Juni 1930 auf Initiative des Priesters Josef Gorbach gekauft; die Weltwirtschaftskrise vereitelte die Pläne des Architekten Hans Feszler. Zimmermeister Ignaz Köck dämmte einen bestehenden Schuppen mit Heraklithplatten und schuf eine Notkirche für 600 Personen, die am 12. September 1933 von Bischof Sigismund Waitz geweiht wurde. Am 1. Jänner 1939 wurde sie zur selbständigen Pfarrkirche erhoben. Der heutige Kirchenbau nach Plänen von Otto Nobis entstand ab 1972 und wurde am 12. Oktober 1974 von Erzbischof-Koadjutor Franz Jachym geweiht.
Aus der Notkirche von 1933 übernahm die Pfarrkirche ein Kruzifix mit drei Meter langem Korpus, das eine Tiroler Trachtengruppe beim Katholikentag 1933 vorangetragen hatte, sowie eine Fatimastatue für die Wochentagskapelle. 1974 kam eine Marienstatue des Bildschnitzers Johann Langthaler aus Pierbach im Mühlviertel hinzu.
Die Kirche steht in der Hasnerstraße 11 an der Ecke zur Hippgasse in Ottakring. Der Eingang liegt an der Hasnerstraße; die moderne Sichtbetonfassade ist leicht von der Straße zurückgesetzt. Da es sich um eine aktive Pfarre handelt, empfiehlt sich ein Besuch außerhalb der Gottesdienstzeiten; die Glocken erklingen in den Tönen a′, h′, dis′′ und fis′′.
Die Kirche bewahrt ein Kruzifix der Notkirche von 1933, dessen drei Meter langer Korpus beim Katholikentag von einer Tiroler Trachtengruppe durch Wien getragen wurde. Ihre vier Glocken wurden 1974 von der Glockengießerei Perner in Passau gegossen, wiegen 400, 300, 180 und 85 kg und klingen in a′ – h′ – dis′′ – fis′′.
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