Kirchenruine St. Cäcilia, Kirchenruine in Perersdorf, Pyhra, Österreich
Die Kirchenruine von St. Cäcilia ist ein mittelalterliches Gebäude mit einer 30 Meter hohen Turmstruktur und Überresten des Kirchenschiffes, das etwa 27 Meter lang und 8 Meter breit war. Der Süden des Bauwerks bewahrt eine intakte Sakristei mit Gewölbe, während die übrigen Bereiche als Steinmauern erhalten sind.
Eine Kirche bestand hier bereits 1280, doch sollen Bauarbeiten zwischen 1250 und 1260 erfolgt sein. 1388 verpflichtete sich der Pfarrer von Pyhra, Nikolaus, mit Zustimmung des Abtes Wolfgang von Göttweig, jeden Samstag eine Messe zu Ehren der hl. Cäcilia zu lesen. 1683 zerstörten Türken Kirche und Meierhof, 1684 erfolgte ein Teilwiederaufbau, im 18. Jahrhundert die Barockisierung. 1805 plünderten und zerstörten französische Truppen den Bau erneut.
In einer Aufzeichnung von 1388 heißt die Kirche „St. Cecilgen, welche beim Gretzhof liegt“: Damals verpflichtete sich der Pfarrer Nikolaus von Pyhra mit Zustimmung des Abtes Wolfgang von Göttweig, dort jeden Samstag eine Messe zu Ehren der heiligen Cäcilia zu lesen. Der Hofname Gretzhof ist in der Urkunde überliefert; die Ruine liegt bei Perersdorf zwischen Pyhra und Böheimkirchen.
Die Ruine liegt erhöht an der Straße zwischen Pyhra und Böheimkirchen und ist leicht von außen sichtbar. Der Ort ist zugänglich, aber Besucher sollten auf unebenes Gelände und die Steinstruktur des Bauwerks vorbereitet sein.
Die Sakristei an der Südseite behielt ihr Gewölbe und ihre Integrität, während die meisten anderen Teile zu offenen Mauern wurden. Dies macht sie zu einem seltenen Beispiel für eine erhaltene Innenstruktur unter Kirchenruinen.
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