Raxseilbahn, Seilbahn in Reichenau an der Rax, Österreich.
Die Raxseilbahn ist eine zweispurige Pendelbahn mit einer Betriebslänge von 2.160 Metern, die von Hirschwang auf 528 m ü. A. zur Bergstation auf 1.546 Metern führt; die Fahrt dauert sieben bis zehn Minuten. Die grün-weißen Kabinen mit großen getönten Fenstern überwinden eine größte Spannweite von 800 Metern, bei bis zu 60 Metern Abstand zwischen Gondel und Boden. Die Bergstation ist ein mehrgeschoßiges Gebäude aus grauem Stein und weißem Stuck mit grünen Fensterläden, drei Bogenöffnungen und einem graugrünen Walmdach mit Dachgaupen.
Die Seilbahn wurde 1926 eingeweiht und war das erste Luftseilbahnwerk in Österreich, das alpine Orte mit modernem Verkehr verband. Dieses Projekt zeigte früh, wie Technologie Bergregionen erschließen und verbessern konnte.
Die Station ist ein Ausgangspunkt für traditionelle Bergaktivitäten, wo Besucher in den Berghütten lokale Speisen und Getränke genießen können. Diese Hütten prägen das Bild des Ortes und zeigen, wie die Menschen hier seit Generationen die Berge nutzen.
Im Winter können Besucher an der Station Schneeschuhe mieten und sofort auf den Wegen starten, die in der Höhe beginnen. Die beste Zeit für eine Fahrt ist früh am Tag, wenn weniger Betrieb herrscht und das Wetter in den Bergen oft klarer ist.
Die Sommerkabinen der ersten Jahre hatten statt Außenwänden nur eine Reling, das offene Dach ließ sich mit einer Zeltbahn verschließen. Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Bahn in Betrieb und beförderte bis zu 240.000 Fahrgäste pro Jahr. Bis 1990 war das Raxplateau nicht am öffentlichen Stromnetz; Dieselaggregate mit 19.000 Litern Jahresverbrauch versorgten Bahn und umliegende Hütten.
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