Nikolaikapelle, Kapelle in Hietzing, Wien, Österreich
Die Nikolaikapelle steht am Osthang des Nikolaibergs auf 268 Metern Höhe. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit halbkreisförmiger Apsis, drei große Fenster und blaugrauen Rieselputz sowie ein Halbwalmdach mit geschwungenem Giebel aus der Renovierung von 1835–1837.
Die Nikolaikapelle wurde vermutlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und 1321 erstmals urkundlich erwähnt. Das erhaltene Wall-Graben-System lässt darauf schließen, dass sie im Zentrum einer hochmittelalterlichen Burganlage stand. 1735 renoviert, wurde sie 1787 profaniert, 1809 in den Napoleonischen Kriegen beschädigt und 1835–1837 auf Veranlassung von Erzherzog Ludwig wieder instand gesetzt.
Der Name der Kapelle geht auf den heiligen Nikolaus zurück, dessen lateinischer Genitiv „Nikolai“ lautet. Heute ist sie dem heiligen Eustachius geweiht und diente als kaiserliche Jagdkapelle; um den 20. September wird seit etwa 300 Jahren eine Eustachiusmesse vor der Kapelle oder in der Kirche von Mariabrunn gefeiert.
Die Kapelle liegt am Osthang des Nikolaibergs, nahe dem Nikolaitor des Lainzer Tiergartens. Sie ist nicht als reguläre Besichtigungsstätte geöffnet; die Eustachiusmesse wird um den 20. September vor der Kapelle oder in der Kirche von Mariabrunn gefeiert. Seit 1945 ist das Innere ohne Ausstattung.
Der Name der Kapelle stammt vom heiligen Nikolaus: „Nikolai“ ist der lateinische Genitiv von Nikolaus. Der Name ging später auf den Nikolaiberg, das Nikolaitor, die Nikolausgasse, den Nikolaisteg und die Nikolaibrücke über den Wienfluss über. Geweiht ist die Kapelle seit der Renovierung 1835–1837 dem heiligen Eustachius.
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