Nordbahnviertel, Stadtentwicklungsgebiet in Wien, Österreich
Das Nordbahnviertel ist ein 85 Hektar großes Stadtentwicklungsgebiet im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt auf dem Areal des früheren Frachtenbahnhofs Nordbahnhof. Sein Straßennetz wird von der Bruno-Marek-Allee als zentralem Boulevard und vom 31.000 Quadratmeter großen Rudolf-Bednar-Park geprägt, der 2008 nahe der Vorgartenstraße eröffnet wurde. Begrenzt wird es im Norden von der Innstraße, im Osten von der Vorgartenstraße und im Süden von der Lassallestraße.
Am 7. April 1837 begann am Ufer des Kaiserwassers der Bau des Kopfgebäudes des ersten Wiener Nordbahnhofs, Ausgangspunkt der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn. Kohle- und Gütertransporte aus Mähren, Schlesien und Galizien ließen das Frachtenbahnhofsareal bis zum Ersten Weltkrieg wachsen. Nach 1918 wurde die Strecke zerschnitten und verstaatlicht, der Personenverkehr in der Zeit des Eisernen Vorhangs aufgegeben. Eine Studie der Magistratsabteilung 18 von 1978 leitete die Umwidmung in ein Stadtentwicklungsgebiet ein, 1999 begannen die Bauarbeiten.
Der Stadtteil trägt den Namen der früheren Bahnstation und zieht Menschen aus verschiedenen Kulturen an, die hier zusammenleben. Die neuen öffentlichen Räume und Plätze schaffen Orte, wo sich Nachbarn begegnen und austauschen können.
Der Stadtteil lässt sich leicht zu Fuß erkunden, und die öffentlichen Räume sind für Besucher offen und zugänglich. Ein großer Naturpark durchzieht das Gebiet und bietet grüne Orte zum Spazieren und Entspannen innerhalb des urbanisierten Quartiers.
Der Name Nordbahnviertel bezeichnete jahrzehntelang das alte Viertel westlich der Nordbahnstraße zwischen Heinestraße und Taborstraße; erst seit etwa 2010 steht er für das Gelände des ehemaligen Frachtenbahnhofs. Der 31.000 Quadratmeter große Rudolf-Bednar-Park wurde 2008 eröffnet und ist nach dem Bezirksvorsteher von 1977 bis 1984 benannt.
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