Museum Carnuntinum, Archäologisches Museum in Bad Deutsch-Altenburg, Österreich.
Das Museum Carnuntinum ist ein archäologisches Museum in Bad Deutsch-Altenburg, das Funde aus der ehemaligen römischen Stadt Carnuntum bewahrt. Die Räume zeigen Skulpturen, Grabsteine, Münzen und persönliche Gegenstände, die einen Eindruck vom Leben an der Donau vermitteln.
Freiherr Eduard von Sacken legte 1852 mit seinen Forschungen in Carnuntum den Grundstein für die Römersammlung. Der 1884 in Wien gegründete Verein Carnuntum setzte den Museumsbau durch, den die Architekten Friedrich Ohmann und August Kirstein entwarfen; 1901 erfolgte die Grundsteinlegung, 1904 eröffnete Kaiser Franz Joseph das Haus. In beiden Weltkriegen beschädigt, wurde es 1950 wiedereröffnet und 1992 umfassend modernisiert.
Die Schauräume zeigen Grabsteine, Weihealtäre und Statuen des Jupiter Dolichenus, des Mithras sowie syrischer und ägyptischer Götter, an denen Soldaten und Bewohner ihre Kulte ausübten. Die Sammlung ging aus den Privatsammlungen von Abensberg-Traun, Ludwigstorff, Hollitzer, Nowatzi und Widter hervor. Seit 2004 werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.
Das Museum liegt in der Nähe des historischen Ausgrabungsortes und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit ausreichend Platz zum Erkunden. Es lohnt sich, zwei bis drei Stunden einzuplanen, um die Sammlungen gründlich zu betrachten.
Eines der wertvollsten Stücke ist ein Porträt von Kaiser Caracalla, das ägyptische Züge trägt und die kulturelle Vermischung dieser Zeit zeigt. Solche Objekte sind seltene Zeugnisse dafür, wie östliche und westliche Kunsttraditionen aufeinandertraf.
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