Landesgedächtniskirche hl. Paulus, Moderne Pfarrkirche im Stadtteil Reichenau, Innsbruck, Österreich
St. Paulus wurde 1959 bis 1960 nach den Plänen des Architekten Martin Eichberger errichtet, der einen Wettbewerb gewonnen hatte. Es ist ein Stahlbetonbau auf einer 900 m² großen polygonalen Grundfläche, mit einem 46 m hohen Turm in der Westecke, in dem der Haupteingang liegt. Die Nordwand zur Reichenauer Straße ist gestaffelt, mit wandhohen Glasmosaikfenstern und senkrecht dazu stehenden Wänden; die Südwand ist fensterlos.
Der Bau begann 1959, um die wachsende Bevölkerung des Stadtteils nach dem Zweiten Weltkrieg zu versorgen. Die Kirche entstand als Antwort auf die Wohnungsnot und das Bevölkerungswachstum der Nachkriegszeit in Innsbruck.
Die Altarmosaike zeigen religiöse Szenen, die von einem bekannten Künstler gestaltet wurden und bis heute ein Blickfang im Kirchenraum sind. Sie prägen das Aussehen des Altarbereichs und laden Besucher ein, sich mit den dargestellten Themen auseinanderzusetzen.
Das Gebäude wurde 2015 um zusätzliche Räume wie ein Café und ein Jugendcenter erweitert und dient heute als Treffpunkt für die Gemeinde. Besucher finden hier neben dem Kirchenraum auch Platz zum Verweilen und Austausch.
Die vier Glocken wurden von der Glockengießerei Grassmayr gegossen und 1961 geweiht. Sie wiegen 550, 310, 1305 und 765 kg und sind dem hl. Rupert, dem sel. Engelbert Kolland, dem hl. Josef und der hl. Maria geweiht. Die ursprünglich offene Glockenstube wurde später verschlossen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.783 Mitwirkenden weltweit.