Scheuchenstein, Bergweiler in Miesenbach, Österreich.
Scheuchenstein ist eine Rotte, eine kleine Streusiedlung in der Gemeinde Miesenbach in Niederösterreich, zwischen der Dürren Wand und der Hohen Wand gelegen. Es ist der Geburtsort des Malers Friedrich Gauermann und eine eigenständige Pfarre. Die Ruine der Höhenburg steht auf einem isolierten Felskegel östlich des Ortes.
Die Höhenburg östlich des Ortes wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts im Auftrag der steirischen Landesherren erbaut und 1260 erstmals urkundlich genannt. 1304 scheint ein Ulrich als erster Scheuchensteiner in einer Heiligenkreuzer Urkunde auf. Im Streit zwischen Kaiser Friedrich III. und Erzherzog Albrecht VI. wurde die Burg 1463/64 erobert und die Scheuchensteiner vertrieben. Zerstört wurde sie entweder um 1480 in den Kämpfen gegen den ungarischen König Matthias Corvinus oder 1529 bei der Ersten Wiener Türkenbelagerung und danach weitgehend abgetragen. Die Herrschaft kam 1577 an die Heussensteiner und 1632 an die Hoyos.
Die Pfarrkirche ist dem heiligen Rupert von Salzburg geweiht und steht leicht erhöht in der Ortsmitte, umgeben von Friedhof und Mauer. Scheuchenstein wurde 1342 urkundlich als Pfarre erwähnt, 1579 aufgehoben und 1783 im Zuge der Josephinischen Reformen wieder errichtet; seit 1785 gehört sie zur Erzdiözese Wien.
Das Gebiet bietet verschiedene Wanderwege für unterschiedliche Fitnessstufen und Interessen. Besucher sollten wetterfeste Ausrüstung mitbringen, da die Bedingungen in der Bergregion schnell wechseln können.
Ein Kunstmuseum in einem ehemaligen Schulgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigt Werke eines Malers, der in dieser Region aufwuchs. Das Museum dokumentiert die lokale Kunstgeschichte und bietet Besuchern Einblick in das künstlerische Erbe der Gegend.
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