Palais Erzherzog Carl Ludwig, Adelspalast im Bezirk Wieden, Wien, Österreich
Der Palais Erzherzog Carl Ludwig in Wieden ist ein Adelssitz mit einem zentralen Flügel und zwei seitlichen Erweiterungen, die einen umschlossenen Hof bilden. Während die Gartenseite und der Hof ihre ursprüngliche Gestalt bewahrt haben, wurde die zur Straße hin gewandte Fassade durch ein modernes Bürogebäude ersetzt.
Der Palais wurde 1780 von Franz Freiherr von Prandau in Auftrag gegeben und vom Architekten Adalbertus Hild entworfen. Bedeutende Erweiterungen folgten 1799 unter der Leitung von Franz Wipplinger.
Das Gebäude zeigt aristokratische Architektur mit einer Neo-Renaissance-Holzdecke in den Innenräumen und aufwendigen Stuckarbeiten. Diese Prunkelemente prägen den Eindruck von herrschaftlicher Eleganz, die man beim Betreten der erhaltenen Räume spürt.
Der Zugang erfolgt durch das Hoftor von der Favoritenstraße aus, wobei der ältere Bereich des Hofes und der Gartenflügel frei begehbar sind. Besucher sollten beachten, dass sich das Gebäude in einem aktiven Bürobereich befindet und daher nur die äußeren Bereiche zugänglich sind.
Das Wappen von Habsburg-Lothringen bekrönt den segmentbogenförmigen Giebel des Mittelrisalits der Hoffassade, nicht das Straßentor. Derselbe Risalit hat im Sockelgeschoß eine vorgelagerte Vorhalle mit Balustrade, und die hohe Dachzone ist durch eine Attikabrüstung mit Putten gegliedert.
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