Paulanerkirche, Barockpfarrkirche in Wieden, Wien, Österreich.
Die Paulanerkirche ist eine frühbarocke Klosterkirche nach italienischem Vorbild, deren Architekt und Baumeister unbekannt sind. Die schlichte Nordfassade gliedern toskanische Pilaster, bekrönt wird sie von einem Dreiecksgiebel; in zwei Nischen stehen die Statuen des heiligen Franz von Paola und des heiligen Franz von Assisi. Das Innere ist ein dreijochiger, tonnengewölbter Saalraum mit je drei Seitenkapellen, der Turm mit Zwiebelhelm steht östlich des Chores.
Kaiser Ferdinand II. berief 1626 den Orden des heiligen Franz von Paola nach Wien, und die Ordensleute begannen im Jahr darauf mit dem Kirchenbau; 1651 weihte Bischof Philipp Friedrich von Breuner die Kirche. 1683 brannten die Türken sie während der Belagerung Wiens nieder, bis 1686 war sie wiederhergestellt. 1717 entstand der Turm, 1784 wurde das Kloster aufgehoben.
Volkstümlich heißt die den heiligen Schutzengeln geweihte Kirche nach dem Paulanerorden Paulanerkirche. Seit April 2016 finden hier neben den gewöhnlichen Pfarrgottesdiensten die täglichen Gottesdienste der Priesterbruderschaft St. Petrus im tridentinischen Ritus statt. Der 1718 fertiggestellte Hochaltar war eine Spende der Lakaien- und Hofbruderschaft Wiens.
Die Kirche steht am Irene-Harand-Platz, wo die Favoritenstraße von der Wiedner Hauptstraße abzweigt, im 4. Bezirk. Der Vorplatz wurde 1963 aus verkehrstechnischen Gründen verkleinert, und der 1846 dort errichtete Schutzengelbrunnen steht heute auf dem Rilkeplatz. Seit April 2016 finden hier neben den gewöhnlichen Pfarrgottesdiensten die täglichen Gottesdienste der Priesterbruderschaft St. Petrus im tridentinischen Ritus statt, weshalb das Innere für Besucher zeitweise geschlossen sein kann.
Der 1718 fertiggestellte Hochaltar war eine Spende der Lakaien- und Hofbruderschaft Wiens, nicht des Paulanerordens. Das Altarbild mit den Schutzengeln schuf 1844 Josef von Hempel; davor hängt eine Madonna mit Kind eines niederländischen Malers des 16. Jahrhunderts.
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