Palais Gutmann, Denkmalgeschütztes Objekt in Innere Stadt (18464)
Das Palais Gutmann ist ein fünfgeschossiges Gebäude in Wien, das 1870 im Stil des Historismus errichtet wurde und sich am Beethovenplatz befindet. Die Fassade zeigt rustikale Elemente im unteren Bereich, dekorierte Fenster mit Dreiecksgiebeln im zweiten Geschoss und Gesimse, die jede Etage sichtbar trennen.
Die Familie Gutmann ließ das Palais 1870 nach Plänen des Architekten Carl Tietz errichten, um ihren Wohlstand aus dem Kohlehandel zu zeigen. Nach der Enteignung 1938 wurde das Gebäude während des Zweiten Weltkriegs von der NSDAP genutzt, bis es später restauriert und unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Der Name Gutmann erinnert an die jüdische Familie, die das Palais bewohnte und mit Kohlehandel zu Wohlstand kam. Die Fassade mit ihren geordneten Geschossen und Verzierungen zeigt, wie wohlhabende Familien ihre Position in der Stadt durch Architektur ausdrückten.
Das Palais steht am Beethovenplatz im Zentrum Wiens und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit Geschäften und Cafes in der Nähe. Der Innenraum ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber die Fassade kann von außen bewundert werden.
Im Inneren des Palais befindet sich ein beeindruckendes Deckengemälde von August Eisenmenger, das die zwölf Monate des Jahres darstellt. Dieses kunstvolle Werk zeigt, wie Malerei und Architektur im 19. Jahrhundert Wiens eng miteinander verbunden waren.
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