Palais Meran, Stadtpalais im Bezirk St. Leonhard, Graz, Österreich.
Das Palais Meran ist ein spätklassizistisches Palais in der Leonhardstraße im Grazer Bezirk St. Leonhard, das von 1841 bis 1843 für Erzherzog Johann errichtet wurde. Die langgestreckte Schauseite trägt am Giebel das Wappen des Erzherzogs, die schmiedeeisernen Tür-Gitterflügel stammen aus der Bauzeit. Im Inneren führt ein dreischiffiges Vestibül mit Platzlgewölbe auf Pfeilern zum Festsaal im ersten Stock mit Stuccolustro-Wänden und geschnitzter Holzdecke.
Der Palais wurde zwischen 1841 und 1843 von Georg Hauberrisser für Erzherzog Johann von Steiermark erbaut, der darin bis zu seinem Tod 1859 lebte. Der Name bezieht sich auf Graf Franz von Meran, den Sohn des Erzherzogs, der den Titel 1844 erhielt und das Anwesen erbte.
Das Gebäude beherbergt seit 1963 die Kunstuniversität Graz und dient als Zentrum für Musik und darstellende Künste. Studierende und Künstler nutzen die Räume täglich für Unterricht, Proben und Aufführungen.
Der Zugang zum Palais erfolgt über die Leonhardstraße im St. Leonhard-Viertel und die Umgebung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Besucher sollten vorher informieren, welche Veranstaltungen oder Führungen verfügbar sind, da die Räume hauptsächlich für Universität und Aufführungen genutzt werden.
Der Name des Palais stammt nicht von der Stadt Meran, sondern von Erzherzog Johanns Sohn, Graf Franz von Meran, der diesen Titel 1844 erhielt. Johann selbst starb am 11. Mai 1859 im Haus. Der Nordtrakt wurde 1880 zugebaut, der große Baukörper 1939 und 1963 erweitert.
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