Palais Rottal, Barockpalais in der Inneren Stadt, Wien, Österreich.
Das Palais Rottal liegt an der Kreuzung Singerstraße / Grünangergasse und entstand durch Zusammenfassung eines Palais des 17. Jahrhunderts mit dem Billiotte'schen Stiftungshaus. Die Barockfassade stammt großteils vom Umbau 1752 durch Franz Anton Pilgram, der ein Stockwerk und einen zentralen Innenhof schuf. Von den Vorgängerbauten sind zwei Portale und das Vestibül erhalten.
Das ursprüngliche Palais wurde vermutlich zwischen 1667 und 1683 durch Umbau eines Vorgängerbaus errichtet; der Architekt ist unbekannt, das Gebäude wird jedoch Giovanni Pietro Tencalla zugeschrieben, der für die Familie Rottal tätig war. 1752 ließ Franz Anton Pilgram, ein Schüler Johann Lucas von Hildebrandts, es für die Wiener Stadtbank umbauen, wobei ein Stockwerk und ein zentraler Innenhof entstanden. Von diesem ersten Bau sind nur die beiden Portale und das Vestibül erhalten.
Der Name erinnert an die Familie Rottal, die das ursprüngliche Palais in Auftrag gab; das Nachbarhaus stiftete Franz Billiotte, Leibarzt Kaiser Leopolds I., der Armen dort Wohnung, Verpflegung und unentgeltliche Ordinationen bot. Seit 1983 nutzt die Volksanwaltschaft einen Teil des Gebäudes, die Finanzprokuratur den übrigen seit 1981.
Das Palais liegt an der Ecke Singerstraße/Grünangergasse, der Haupteingang befindet sich in der Singerstraße. Es ist nicht öffentlich zugänglich, doch die barocke Fassade und die beiden erhaltenen Portale des Ursprungsbaus sind von der Straße aus zu sehen. Die Prunktreppe liegt im Inneren und ist nicht begehbar.
Das Palais integriert Skulpturen vom ehemaligen Winterpalais des Prinzen Eugen, die während der Renovierungen des 19. Jahrhunderts auf die Dachlinie versetzt wurden und eine ungewöhnliche architektonische Verschmelzung schaffen.
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