Kloster der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Katholisches Kloster im Bezirk Lend, Graz, Österreich
Das Vinzentinerinnenkonvent Graz ist ein Klosterkomplex im Lend-Bezirk mit einer dreischiffigen Kirche, vier Jochen, einer Apsis und zwei neoromanischen Türmen, die von Karl Schaumburg entworfen wurden. Die gesamte Anlage dient heute als Bildungs- und Pflegezentrum mit Kindergarten, Seniorenbetreuung und Räumen für Gemeindeveranstaltungen.
Das Kloster wurde 1841 von Maria Josepha, Gräfin Brandis, mit Unterstützung der Vinzentinerinnen aus München gegründet, um das städtische Spital zu betreuen. Die Gemeinschaft übernahm damit eine wichtige soziale Aufgabe in der wachsenden Stadt Graz.
Die Kapelle bewahrt ein spätgotisches Holzkreuz von Tilman Riemenschneider (1480-1483) auf, das Besucher in der Marienkapelle sehen können. Dieses Kunstwerk zeigt die handwerkliche Meisterschaft der Spätgotik und zieht die Aufmerksamkeit derer auf sich, die sich für religiöse Kunst interessieren.
Das Kloster liegt im Lend-Bezirk und ist von außen sichtbar, wobei Teile der Anlage der Öffentlichkeit zugänglich sind. Es ist ratsam, vorher zu klären, welche Bereiche besucht werden können, da einige Räume noch als Wohn- und Arbeitsbereiche genutzt werden.
Die Begräbniskapelle beherbergt eine Sandsteinfigur des auferstandenen Christus aus dem Jahr 1956 neben einer Statue mit spätbarockem Kruzifix und Pietà. Diese moderne Skulptur steht in interessantem Kontrast zu den älteren barocken Kunstwerken und zeigt die künstlerische Entwicklung des Ortes über zwei Jahrhunderte.
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