Schutzengelkirche, Moderne Pfarrkirche in Graz, Österreich
Die Schutzengelkirche im Grazer 14. Bezirk Eggenberg besteht aus zwei Kirchen, die durch einen Platz der Begegnung getrennt sind: der alten Notkirche, einem Westportalbau mit polygonalem Dachreiter nach Plänen von Hans Pelzl (1931), und der 1996 geweihten neuen Pfarrkirche von Werner Hollomey. Diese hat ein verglastes Foyer, einen mächtigen Turm mit Kreissegmenten über der Werktagskapelle und eine runde Dachkonstruktion aus leichten Metallgittern auf vier vergoldeten Stützen. Ein Fensterband umgibt den hellen Innenraum über einem fensterlosen Unterbau.
1931 wurde nach Plänen von Hans Pelzl ein Vereinshaus errichtet, dessen Obergeschoß 1932 als Notkirche geweiht wurde, nachdem 1903 ein Kirchenbau zum Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs verworfen und ähnliche Pläne im Ersten Weltkrieg vereitelt worden waren. Gegenüber entstand nach Plänen von Werner Hollomey ein moderner Kirchenbau, den Bischof Johann Weber 1996 weihte; er ist seither der letzte katholische Kirchenneubau der Steiermark.
Die alte Notkirche dient heute als „Schutzengelsaal“, im Untergeschoß ist der Schutzengel-Kindergarten untergebracht. Am Platz der Begegnung zwischen beiden Kirchen steht ein barocker Nischenbildstock, der 2013 restauriert und mit neuen Bildern des Kärntners Ernst Gradischnig versehen wurde. Die Kreuzwegstationen der neuen Kirche schufen 14-jährige Eggenberger Schüler unter Leitung von Manfred Gollowitsch.
Die Kirche ist leicht zugänglich und bietet wöchentliche Gottesdienste sowie ein Pfarrbüro für seelsorgliche Unterstützung. Besucher sollten die Öffnungszeiten überprüfen, um sicherzustellen, dass sie zu angemessenen Zeiten ankommen.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und verbindet zeitgenössische architektonische Elemente mit seinen modernen Strukturen. Diese Kombination zeigt, wie moderne Entwürfe innerhalb österreichischer Schutzvorgaben entstehen können.
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