Schönberg-Höhlensystem, Höhlensystem in Altaussee und Ebensee, Österreich
Das Schönberg-Höhlensystem ist ein verzweigtes Höhlensystem mit 35 Eingängen im westlichen Toten Gebirge, unter dem Schönberg (2093 m) bei Bad Ischl im Grenzgebiet von Oberösterreich und Steiermark. Die Gänge liegen in einem Block aus Dachsteinkalk, dessen vorherrschende Klüftung von Südwesten nach Nordosten auch die Orientierung des Systems bestimmt. Bekanntester Einstieg ist die Feuertal-Eishöhle, erreichbar vom Ebenseer Hochkogelhaus; hinter einem steilen Firnkegel führt eine erste, von zwei Tagesschloten erhellte Halle zur Gustave-Abel-Halle und weiter ins Hauptsystem.
Die Höhle wurde erst in den 1960er Jahren wissenschaftlich dokumentiert, als Forscher ihre großen Ausmaße entdeckten. Etwa 40 Jahre später stellten Experten fest, dass verschiedene bekannte Höhlensysteme der Region unterirdisch miteinander verbunden waren.
Seinen Namen trägt das System nach dem darüber liegenden Schönberg (2093 m), die Raucherkarhöhle nach dem Raucherkar. Seit 2007 findet etwa in der ersten Augustwoche die Expedition des Landesvereins für Höhlenkunde Oberösterreich auf der Ischler Hütte statt; jene von 2007 fand den Durchgang zwischen beiden Systemen.
Die Höhle ist nicht für Besucher geöffnet; der Zugang ist Forschern des Landesvereins für Höhlenkunde Oberösterreich vorbehalten. Der bekannteste Einstieg, die Feuertal-Eishöhle, ist vom Ebenseer Hochkogelhaus aus leicht erreichbar, doch die Fortsetzung ins Hauptsystem ist meist zugeeist und öffnet sich erst nach der Sommerschmelze. Die 35 Eingänge liegen am Raucherplateau und im Raucherkar bei Bad Ischl.
Die Feuertal-Eishöhle, einer der bekanntesten Einstiege, ist vom Ebenseer Hochkogelhaus aus erreichbar. Innen führt ein steiler Firnkegel in eine erste, noch von zwei Tagesschloten erhellte Halle; der weitere Gang ist meist zugeeist und taut nur im Sommer auf, sodass Forscher manchmal tagelang auf die Öffnung warten.
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