Schloss Grafenegg, Historisches Schlossmuseum in Niederösterreich.
Schloss Grafenegg ist ein vierflügeliges Schloss um einen Innenhof in Grafenegg, Niederösterreich. Der Umbau im 19. Jahrhundert durch Leopold und Hugo Ernst fügte Treppengiebel, Arkaden und neugotische Tudor-Fassadendekoration hinzu, während die Innenausstattung von Ludwig Wächtler weitgehend der Neorenaissance folgt. An der Ostseite steht ein schlanker spätgotischer Turm; der Nordeingang ist über eine Brücke von 1857 erreichbar.
Das Schloss wurde 1294 gegründet und ist damit eine der ältesten Strukturen der Region. Im 19. Jahrhundert wurde es unter Graf Breuner-Eckevoirt umfassend erneuert, wobei man sich von englischer Tudor-Architektur inspirieren ließ.
Die 1853 geweihte Schlosskapelle im Nordtrakt birgt einen spätgotischen Flügelaltar von 1491, dessen Schreinfiguren die Krönung Mariens darstellen. Die Südwand des Kapellenhofes zeigt die Wappen aller Eigentümer Grafeneggs bis zu Graf August Ferdinand Breuner-Enckevoirt. Im Obergeschoß besitzt der 1851 vollendete Rittersaal eine Kassettendecke und drei hofseitige Erker mit Wappenscheiben in der Verglasung.
Man betritt das Schloss von Norden über die Schlossbrücke von 1857 und den neugotischen Torbau von 1856 bis 1858; links liegt die Kapelle, rechts das Hauptstiegenhaus. Der Umbau des 19. Jahrhunderts schritt vom Nordtrakt gegen den Uhrzeigersinn voran, in dieser Reihenfolge liegen die vier Trakte um den Innenhof. Ab 1967 wurde restauriert und das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Kapelle im Nordtrakt birgt einen spätgotischen Flügelaltar von 1491, dessen Schreinfiguren die Krönung Mariens darstellen. Die Südwand des Kapellenhofes zeigt die Wappen aller Eigentümer Grafeneggs bis zu Graf August Ferdinand Breuner-Enckevoirt.
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