Schloss Irnharting, Ehemaliges Wasserschloss in Gunskirchen, Österreich
Schloss Irnharting ist ein ehemaliges Wasserschloss, dessen zwei Gebäudekomplexe einst auf zwei Inseln in einem großen Teich standen, von dem nur unbedeutende Reste erhalten sind. Der vordere Komplex ist ein dreiflügeliger Bau mit einem 1533 errichteten Turm, dessen Fuß als Torhalle ausgebaut ist und ursprünglich den einzigen Zugang bildete; eine gemauerte Brücke überspannt den Graben. Der zweite Komplex, ein 1640 errichtetes Herrenhaus, ist heute der bewohnte Teil, und der dreikantige Hof mit dem Turm gleicht einer Ruine.
Das „Haus ze Yermhärting“ wurde am 14. August 1349 erstmals erwähnt und war im Besitz des Ulrich von Thann. 1399 verlieh der Passauer Bischof es als Lehen an Hans Meurlin; in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts besaß es Wolf Oberheimer, 1479 ging es an die Polheimer. Nach Verwüstung in den Bauernkriegen ließ Johann Paul Spindler Schloss und Kapelle ab 1632 wiederherstellen; seine Nachkommen hielten es bis Graf Maximilian Spindler, ab 1805 folgten der Religionsfonds und mehrere Besitzer bis zur Familie Fischer von Ankern.
Der Name Irnharting geht auf die Form „Haus ze Yermhärting“ von 1349 zurück. Eine Ortssage erzählt von zwei Edelfräulein, die sich 1329 im Wald westlich von Gunskirchen verirrten, eine kleine Kirche gelobten und gerettet wurden; ihr Vater ließ daraufhin ein Kirchlein und ein Schloss bauen. Seit 2019 dient der Dreikanthof der alljährlichen Mostkost Irnharting.
Das Schloss steht in der Ortschaft Irnharting in der Marktgemeinde Gunskirchen, Bezirk Wels-Land. Es ist in Privatbesitz, Besuchern wird der Zugang verwehrt; die Anlage ist nur von außen zu sehen. Der Turm und der dreikantige Hof wurden seit knapp 200 Jahren nicht mehr renoviert, ein Teil der Dächer ist eingestürzt.
Der Turm und der dreikantige Hof wurden 1533 errichtet; der Hof war einst in Mietwohnungen unterteilt und steht heute ohne Dach da, nachdem am 13. Juli 2019 ein Brand weitere Schäden verursachte und Teile der Dächer einstürzten. Die barocke Haube des Turms ging in der Bittwoche 1865 bei einem Brand verloren; danach erhielt er ein Walmdach, Uhr und Glocken wurden entfernt.
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