Schloss Karlau, ehemaliges Schloss in Österreich
Schloss Karlau ist eine Renaissanceanlage in Graz mit massiven Steinmauern, vier Ecktürmen und mehreren Geschossen, die ursprünglich als Jagdschloss konzipiert war. Das Gebäude beherbergt eine kleine Kapelle des heiligen Thomas und zeigt durch seine solide Architektur die Bauweise des späten 16. Jahrhunderts.
Das Schloss wurde zwischen 1584 und 1590 von zwei italienischen und Schweizer Architekten für Erzherzog Karl II. erbaut. Nach Karls Tod erweiterte seine Witwe Maria den Palast, und das Gebäude durchlief später verschiedene Nutzungen, von einem Gefängnisort im 18. Jahrhundert bis zur modernen Strafanstalt.
Das Schloss war einst das Zentrum eines großen Jagdgebiets, und die Straßennamen in der Umgebung erinnern noch heute an diese Vergangenheit. Die Kapelle des heiligen Thomas im Inneren zeigt, dass der Ort nicht nur für die Jagd, sondern auch für religiöse Feiern der Herrscherfamilie diente.
Das Schloss liegt im südlichen Graz im Stadtteil Gries und ist von außen von der Straße einsehbar, das Innere ist jedoch nicht für Besucher zugänglich. Die umliegenden Straßen und Parks bieten einen guten Überblick über die historische Bedeutung des Ortes.
Unter dem Schlossgelände wurden alte jüdische Grabsteine gefunden, die zeigen, dass die Umgebung einst von einer jüdischen Gemeinde bewohnt war. Diese archäologischen Funde deuten auf eine vielfältige Vergangenheit des Ortes hin, die über seine bekannte Rolle als Jagdschloss hinausgeht.
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