Wallfahrtskirche St. Wolfgang ob Grades, Denkmalgeschütztes Objekt in Metnitz (105752)
St. Wolfgang in Grades ist eine spätgotische Steinkirche mit rechteckiger Form, erbaut auf einem Felsen südlich des Dorfes Grades in Kärnten. Das Bauwerk wird von einer hohen Steinmauer von etwa 9 Metern Höhe umgeben und besitzt einen fünfgeschossigen quadratischen Turm auf der Westseite sowie zahlreiche Fenster mit detaillierter Steinmetzarbeit.
Der Bau der Kirche begann im Sommer 1453 auf Befehl des Bischofs Johannes V. von Gurk und wurde 1474 vollendet. Kurz darauf beschädigte ein Brand Teile des Gebäudes, die Reparaturarbeiten erstreckten sich bis 1512.
Die Kirche ist dem heiligen Wolfgang gewidmet, einem Heiligen, der einer Legende nach im Jahr 977 die Gegend besuchte. Der Name und die Verehrung prägen bis heute das religiöse Leben der Gemeinde und ziehen Pilger an, die hier um Segen und Heilung bitten.
Das Gebäude steht auf einem erhöhten Gelände und ist durch die hohe Schutzmauer ein wenig abgesondert, was bedeutet, dass eine kurze Wanderung zum Eingang erforderlich ist. Die schmalen Fenster und dicken Steinwände sorgen dafür, dass das Innere kühl bleibt, bringen aber begrenzt natürliches Licht in die Räume.
Der Hochaltar der Kirche ist ein sogenannter Flügelretabel in Blütenform, der zu den schönsten seiner Art in ganz Österreich zählt und um 1520 entstanden ist. Dieser Altar wird in derselben künstlerischen Phase wie zwei weitere bekannte Altäre in Oberösterreich und Kefermarkt gebaut, was die besondere Bedeutung dieses Ortes für die sakrale Kunst unterstreicht.
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