Wasserglacis, Erholungsgebiet in Wien, Österreich
Das Wasserglacis war ein Erholungsort vor dem Carolinentor in Wien, etwa im Bereich des späteren Gartenbaugebäudes, des davorliegenden Parkrings und eines Teils des gegenüberliegenden Stadtparks. Ab 1818 gab es dort Alleen, Ziergärten und einen Pavillon, der 1822 durch ein massives Kaffeehaus aus Holz mit Fenstern ersetzt wurde. Ausgeschenkt wurden Mineralwässer in „Plutzern“, die unter Glockenschlag entkorkt wurden. Mit dem Abriss der Basteien und der Anlage des Stadtparks 1862 verschwand der Ort.
Das Wasserglacis war ein Erholungs- und Unterhaltungsort vor dem Carolinentor der Wiener Stadtbefestigung, etwa im Bereich des späteren Gartenbaugebäudes, des Parkrings und eines Teils des Stadtparks. 1818 erhielt der Wiener Bürger Pelikan die Genehmigung, dort ein Kaffeehaus mit Trinkkuranstalt zu errichten, der der Ort seinen Namen verdankt. 1822 wurde der offene Kiosk durch einen massiven Holzbau mit Fenstern ersetzt. Nach dem Abriss der Basteien wurde 1862 an dieser Stelle der Wiener Stadtpark angelegt.
Der Name geht auf das 1818 von einem Wiener Bürger namens Pelikan eröffnete Mineralwasserkurhaus zurück, in dem das Wasser in „Plutzern“ lagerte und das Öffnen eines Korkens durch Glockenschlag angekündigt wurde. Rundherum wurden Ziegenmilch und Hohlhippen verkauft, tagsüber spielten Kinder, abends traf man sich zu Rendezvous. Johann Strauss (Vater) stellte hier am 31. August 1848 seinen Radetzky-Marsch vor, sein Sohn hob mehrere Walzer aus der Taufe.
Das Wasserglacis existiert nicht mehr: Es lag im Bereich des heutigen Parkrings und eines Teils des Stadtparks, etwa an der Kreuzung Weihburggasse/Parkring. Dort stand das Mineralwasserhaus. 1862 wurde der Ort durch die Anlage des Stadtparks ersetzt, nachdem die Basteien abgerissen worden waren. Zur Orientierung dienen die Parkringfront und der gegenüberliegende Stadtpark.
Das Mineralwasserhaus stand ungefähr an der heutigen Kreuzung Weihburggasse/Parkring. Wurde ein „Plutzer“ genannter Mineralwasserkrug entkorkt, schlug man eine Glocke, um die Durstigen zu verständigen.
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