Klosterruine Halltal, Klosterruine in Halltal, Österreich
Sankt Magdalena ist eine Klosterruine auf einer Terrasse am Hang des Haller Zunterkopf in etwa 1287 Metern Höhe, wo die Kirche und die ehemalige Kaplanie in einer durch Wald umgrenzten Lichtung stehen. Der Ort besteht aus den Resten dieser religiösen Gebäude, die noch heute die Struktur der historischen Anlage erkennen lassen.
Das Kloster wurde 1441 von Hans Frankfurter, dem Verwalter der Salzgrube Hall, gegründet und entwickelte sich schnell unter dem Schutz von Maximilian I. Bereits um 1494 lebten etwa 24 Nonnen dort und machten es zu einem bedeutenden Ort im Tal.
Die spätgotische Kirche zeigt eine charakteristische Bauweise mit einheitlicher Breite zwischen Chor und Schiff, wodurch der Innenraum mit seinen Sternenrippen und Schlusssteinen besonders harmonisch wirkt. Diese architektonische Gestaltung war für Klosterkirchen der Zeit typisch und prägt bis heute das Erscheinungsbild des Ortes.
Der Ort ist nur nach einer etwa zweistündigen Wanderung durch den Naturpark Karwendel erreichbar, daher sollten Besucher festes Schuhwerk und ausreichend Zeit einplanen. Die ehemalige Kaplanie funktioniert heute als Berghütte mit Verpflegung, was eine gute Rast auf dem Weg ermöglicht.
Archäologische Grabungen offenbarten Keramikfunde aus der späten Hallstatt-Zeit, die auf Verbindungen zu frühen Salzabbautätigkeiten in der Region hindeuten. Diese Funde zeigen, dass der Ort bereits viel älter und mit der wirtschaftlichen Geschichte des Tals verbunden ist.
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