Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See, Kulturlandschaft am Neusiedler See, Österreich und Ungarn.
Das Fertö / Neusiedlersee-Kulturlandschaft ist ein grenzüberschreitendes Welterbegebiet in Österreich und Ungarn, das den größten Salzsee Mitteleuropas sowie die umliegenden Schilfflächen, Feuchtwiesen und landwirtschaftlich genutzten Böden umfasst. Auf der österreichischen Seite liegt das Land im Bundesland Burgenland, auf der ungarischen Seite im Komitat Győr-Moson-Sopron.
Die Besiedlung rund um den See reicht bis in die frühe Eisenzeit zurück, und die landwirtschaftlichen Nutzungsmuster, die damals entstanden, haben die Landschaft bis heute geprägt. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelten sich auf beiden Seiten des Sees Residenzen des Adels, deren Parkanlagen und Gutshöfe noch sichtbar sind.
Die Dörfer rund um den See haben ihre typische Bauweise aus Lehm und Holz über Jahrhunderte beibehalten, was man noch heute an vielen Fassaden und Höfen erkennt. Weinbau und Schilfernte sind nach wie vor sichtbare Bestandteile des Alltags in der Region.
Das Gebiet lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden, da ein gut ausgeschildertes Wegenetz die Dörfer, Aussichtspunkte und Naturgebiete auf beiden Seiten der Grenze verbindet. Frühling und Herbst sind die angenehmsten Jahreszeiten für einen Besuch, da die Hitze des Sommers am See sehr intensiv sein kann.
Der See hat keinen natürlichen Abfluss, wodurch das Wasser ausschließlich durch Verdunstung sinkt und der Salzgehalt besonders hoch ist. In trockenen Jahren ist es möglich, große Teile des Seebödens zu Fuß zu überqueren, da das Wasser stellenweise kaum kniehoch ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.