Stadtpfarrkirche Rohrbach, Barockkirche in Rohrbach-Berg, Österreich.
Die Pfarrkirche Rohrbach ist ein Barockbau, den Carlo Antonio Carlone zwischen 1697 und 1700 errichtete; sie steht leicht erhöht nordöstlich des Stadtplatzes. Der 75 Meter hohe Turm dominiert das Stadtbild. Das Langhaus ist mit einem vierjochigen Tonnengewölbe gedeckt, die Decke trägt keinen Stuck, Fronbogen und Presbyterium sind reich stuckiert; der Hochaltar zeigt Antonio Belluccis Bild Mariä Himmelfahrt.
Eine Pfarre Rohrbach ist erstmals am 30. Juni 1303 urkundlich belegt, damals dem Bistum Passau inkorporiert; 1319 übertrug das Passauer Domkapitel sie dem Stift Schlägl. Eine Holzkirche wurde 1427 von den Hussiten zerstört, 1450 entstand unter Pfarrer Wolfgang Perger eine spätgotische Kirche, für die er 1446 einen Ablass erwirkt hatte. Nachdem 1686 zwei Menschen durch herabfallende Steine verletzt worden waren, wurden der Altbau und seine Kapellen abgetragen und durch die heutige Barockkirche ersetzt, die Carlo Antonio Carlone zwischen 1697 und 1700 unter Pfarrer Wilhelm Kammerruck und dem Schlägler Abt Michael Felder errichtete.
Die Kirche ist dem Apostel Jakobus dem Älteren geweiht und liegt an der Jakobsweg-Teilstrecke des Oberen Mühlviertels von Český Krumlov über Stift Schlägl nach Passau. Die Pfarre wurde am 30. Juni 1303 erstmals urkundlich erwähnt und 1319 vom Passauer Domkapitel dem Stift Schlägl übertragen. Das Altarbild des Hochaltars, eine Mariä Himmelfahrt, stammt aus dem Stift Spital am Pyhrn.
Der Zugang ist normalerweise während der Öffnungszeiten für Gottesdienste möglich, wobei die Kirche weiterhin als aktive Gemeindestätte fungiert. Besucher sollten sich auf angemessene Kleidung und Verhaltensweisen für einen heiligen Ort vorbereiten.
Das Tonnengewölbe des Langhauses trägt keinen Stuck; vermutlich war ein Deckenfresko wie in der Kirche Maria Trost geplant. Der 1450 als Verteidigungsbauwerk errichtete, 75 Meter hohe Turm prägt noch heute das Stadtbild.
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