Stappitzer See, Gebirgssee im Hohe-Tauern-Nationalpark, Kärnten, Österreich
Der Stappitzer See ist ein Gebirgssee im Hohe-Tauern-Nationalpark bei Mallnitz, der sich über etwa 8 Hektar ausbreitet. Das Gewässer erreicht an seiner tiefsten Stelle etwa 6 Meter Tiefe und liegt auf einer Höhe von 1273 Metern.
Das Gewässer entstand während der letzten Eiszeit durch einen Bergsturz, der das Tal in Mallnitz abdichtete. Dieser natürliche Prozess schuf vor Tausenden von Jahren das heutige Wasserbecken.
Der See ist Rastplatz für Vögel auf dem Alpenzug, darunter Prachttaucher (Gavia arctica) und Schafstelze (Motacilla flava). Die Brutplätze des Zwergtauchers (Tachybaptus ruficollis) zählen zu den höchstgelegenen Österreichs. Alpensegler und Felsenschwalbe jagen Insekten über dem Wasser und der Verlandungszone.
Der See liegt auf 1273 m Seehöhe im Seebachtal in der Außenzone des Nationalparks Hohe Tauern oberhalb von Mallnitz. Das Gebiet ist Naturdenkmal und Europaschutzgebiet für Vögel; Besucher bleiben daher auf den Wegen und halten Abstand zum Ufer und zur Verlandungszone. Im Gebirge wechselt das Wetter rasch; festes Schuhwerk und Regenschutz sind sinnvoll.
1999 erreichte eine Bohrung von 160 Metern die Grundmoräne des Talgletschers der Würm-Eiszeit, ohne den gewachsenen Fels zu treffen. Die Sedimentkerne reichen bis zu 17.000 Jahre zurück und ließen die „Stappitzer Klimaschwankungen“ erkennen.
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