Hindenburghöhe, Berggipfel mit Denkmal in Mallnitz, Österreich
Die Hindenburghöhe ist die südlichste Spitze eines kurzen Gebirgszuges der Ankogelgruppe und erreicht 2.315 m ü. A. direkt nördlich von Mallnitz. Kurz nördlich liegt mit der Liesgelespitz (2.408 m ü. A.) die höchste Erhebung des Nebenkamms, die von Mallnitz aus jedoch durch die Hindenburghöhe verdeckt wird. Auf einem Vorgipfel steht ein Steinmonument mit einer Gedenktafel.
Der Berg wurde ursprünglich Liskelesspitze genannt und erhielt 1915 seinen heutigen Namen durch eine Anfrage der Hannover-Sektion des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins. Diese Umbenennung fiel in eine Zeit, als Bergbenennungen oft politischen und militärischen Einflüssen unterlagen.
Das Steinmonument auf dem Vorgipfel wurde 1923 errichtet, zwei Jahre später wurde daran eine Gedenktafel für Paul von Hindenburg montiert. 1926 legten Mitglieder der Sektion Duisburg des Alpenvereins hier Kränze nieder und legten ein Gelöbnis für das gemeinsame große deutsche Vaterland ab. Die Tafel ist bis heute vorhanden.
Der Aufstieg vom Tauerntal über den Wittener Weg (AV-Wanderweg 138) dauert 3½ bis 4 Stunden und überwindet auf 4,5 km gut 1100 Höhenmeter. Alternativ führt der Mindener Jubiläumsweg (AV-Wanderweg 137) ab der Stockerhütte auf etwa 1300 m zur Hindenburghöhe, wobei zuvor die Liesgelespitz überschritten wird. Von der unbewirtschafteten Mindener Hütte am Tauernhöhenweg sind es eine halbe Stunde.
Der ursprüngliche Name Liskelesspitze wurde 1915 auf Antrag der Sektion Hannover des DuÖAV mit Zustimmung des Mallnitzer Gemeinderates in Hindenburghöhe geändert. Heute trägt nur noch die Vorspitze diesen Namen; die höchste Erhebung des Kamms führt wieder ihren historischen Namen, jetzt in der Schreibweise Liesgelespitz.
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