Steinitzsteg, Fußgängerbrücke in Wien, Österreich
Der Steinitzsteg ist eine 875 m lange Brücke über die Donau und die Neue Donau in Wien, die Brigittenau und Floridsdorf verbindet. Flussabwärts der Nordbrücke überspannt er Handelskai und Donauuferbahn mit einer Stahlbetonbrücke, dann die Donau mit einem 411 m langen Stahlhohlkasten mit trapezförmigem Querschnitt, etwa 40 m von der Nordbrücke entfernt. Eine weitere Stahlbetonbrücke quert die Donauinsel, ein gekrümmter Stahlhohlkasten die Neue Donau und den Hubertusdamm.
Die Brücke wurde 1995 errichtet und diente kurzzeitig dem Fahrzeugverkehr während der Renovierung der Nordbrücke 1996. Danach wurde sie vollständig für Fußgänger und Radfahrer umgewandelt und bleibt seitdem eine ausschließlich nichtmotorisierte Verbindung.
2009 wurde der Steg nach dem Schachweltmeister Wilhelm Steinitz benannt, der 1900 in Wien starb. Zu seinem 110. Todestag im Sommer 2010 wurde eine erklärende Tafel an der Brücke angebracht. Steinitz, 1836 in Prag geboren, war ab 1886 der erste offizielle Schachweltmeister.
Die Brücke kann zu jeder Zeit begangen werden und bietet sich als direkter Weg zwischen den beiden Bezirken an. Für Radfahrer ist sie ebenso gut nutzbar wie für Fußgänger, da die Fläche großzügig bemessen ist.
Der Steg ist so gebaut, dass er mit geringem Aufwand wieder für den Kfz-Verkehr hergerichtet werden kann; 1996 führte er bereits zwei Fahrstreifen während der Nordbrücke-Sanierung. Von März 2027 bis 2031 ist neuerlich eine Generalsanierung der Nordbrücke geplant, der Steg soll dann wieder als Ausweichroute für gesperrte Autospuren dienen.
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