Kastell Pöchlarn, Römische Festung in Pöchlarn, Österreich
Castra Arelape war ein römisches Hilfstruppen- und Reiterlager nahe der Mündung der Erlauf, vermutlich auf einer Schotterinsel östlich des Flusses. Der nördliche Teil wurde von der Donau abgeschwemmt, der südliche liegt unter der Altstadt. Reste eines spätantiken Fächerturms und Mauerreste haben sich im Keller des Pflegezentrums sowie vor der Pfarrkirche und am Thörringplatz erhalten.
Das Hilfstruppen- und Reiterlager nahe der Mündung der Erlauf war vom 1. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. mit römischen Soldaten belegt. Im 4. Jahrhundert gewann es durch die Stationierung einer Einheit der Donauflotte an Bedeutung. Großflächige Grabungen des Bundesdenkmalamts von 2002 bis 2009 wiesen das Lager eindeutig nach; der nördliche Teil wurde von der Donau abgeschwemmt, der südliche liegt unter der Altstadt.
Der Ort trägt Spuren verschiedener Bevölkerungsgruppen, die hier über Jahrhunderte lebten und starben. Die Gräberfelder zeigen, wie römische Soldaten und ihre Familien zusammen in dieser Grenzregion siedeln durften.
Besucher können römische Objekte und Reste der südöstlichen Fächertürme im Museum der Stadt Pöchlarn besichtigen. Eine Anmeldung ist erforderlich, um auf die Sammlung zuzugreifen.
Die Anlage war im 4. Jahrhundert eine Flottenstützpunkt für Schiffe der Donau und lag an einem alten Flussarm. Dieser Wasserweg trennte die militärische Zone von den zivilen Siedlungen und gab dem Ort seine strategische Bedeutung.
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