Wallfahrtskirche Maria Gail, Gotische Pfarrkirche in Villach, Österreich
Die Pfarrkirche Maria Gail ist eine Wallfahrtskirche südlich von Villach, deren romanischer Kern um 1450 um ein spätgotisches Netzrippengewölbe, die Orgelempore, die Annakapelle und das Presbyterium erweitert wurde. Der Chor endet mit Dreiachtelschluss; an den südlichen Außenmauern zeigen Steinreliefs den Erzengel Michael mit Schwert und Seelenwaage, vermutlich Teil eines Weltgerichts von vor 1300.
Die Kirche wurde erstmals 1136 urkundlich erwähnt und erlitt während türkischer Invasionen 1478 schwere Zerstörungen. Die Glocke aus dieser Belagerungszeit wird noch heute in dem Gebäude bewahrt.
Der Hochaltar ist ein Ädikula-Altar, in dessen Schrein eine holzgeschnitzte Schutzmantelmadonna mit Kind aus der Zeit um 1600 steht, die als Gnadenbild der Wallfahrtskirche verehrt wird. Seitlich stehen der von Pfeilen durchbohrte heilige Sebastian und der heilige Rochus mit Pestbeule; auf den Opfergangsportalen der heilige Georg und der heilige Florian.
Das Gebäude ist zu Besichtigungen von außen jederzeit zugänglich, Messen finden täglich statt. Für den Zugang ins Innere sollte man die Öffnungszeiten im Voraus prüfen, da die Kirche nur zu bestimmten Zeiten für Besucher offen ist.
Die Innenwände des Kirchenschiffs tragen romanische Fresken aus dem 13. Jahrhundert, die zu den ältesten Verzierungen gehören. Diese mittelalterlichen Wandmalereien geben Einblick in die künstlerischen Praktiken jener Zeit.
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