Schloss Hochneukirchen, Schloss in Neukirchen am Großvenediger, Österreich
Schloss Hochneukirchen ist ein rechteckiger Steinbau in Neukirchen am Großvenediger mit charakteristischen Eckvorsprüngen und einem markanten Erker, der auf die Alpenlandschaft blickt. Die Struktur verbindet kompakte Wohnräume mit repräsentativen Elementen und wirkt wie ein stabiler Anker in der Bergregion.
Die Herren von Neukirchen, Ministerialen der Grafen von Mittersill, sind ab 1126 mit Herwich und Penno belegt; die Burg stammt im Wesentlichen aus dem 13. Jahrhundert. Die 1811 bei Umbauarbeiten im ehemaligen Großen Saal gefundene Jahreszahl 1247 ist kein Baudatum. Das Geschlecht erlosch mit Georg von Neukirchen († 1547); 1558 verkauften dessen Witwe und Nichten den Besitz an Erasmus und Christoph von Kuenburg.
Das Schloss diente lange als Wohnort des lokalen Adels und prägt bis heute das Dorfbild mit seiner steinernen Präsenz. Seine Umnutzung zu sozialen Zwecken hat es zum Ort gemacht, wo Gemeinschaft gelebt wird, nicht nur wo sie verwaltet wird.
Das Schloss steht am Nordhang des Berges über Neukirchen am Großvenediger, oberhalb der Wisbachschlucht. Der Zugang erfolgt über ein einfaches Bogenportal, zu dem eine kleine Treppe führt; davor liegen hohe Stützmauern. Das Innere wurde für Krankenhaus und Altenheim mehrfach umgebaut, erhalten ist der tonnengewölbte Gang zwischen Ost- und Westseite.
Die Überschwemmung des Wisbach 1534 riss den Kern der Burg und einen Wohnturm weg; die spärlichen Mauerreste über dem heutigen Bau sind ihre Reste. Die Antoniuskapelle im ersten Obergeschoß der Südseite ist an ihren zwei Spitzbogenfenstern zu erkennen. Das Gebäude steht als Denkmal mit der Nummer 76196 unter Schutz.
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