Burgruine Osterburg, Mittelalterliche Burgruine in Haunoldstein, Österreich.
Die Osterburg ist eine Burgruine auf einem dreieckigen Felsplateau über der Pielachschlucht in Haunoldstein. Der romanische Bergfried aus dem 13. Jahrhundert hat etwa zehn Meter Durchmesser und bis zu zwei Meter starke Mauern; der dreigeschoßige, dreiflügelige Palas vom Anfang des 15. Jahrhunderts bewahrt einen doppelten Abtritterker auf Konsolen und gotische Schulterbogenportale.
Eine erste Burg dürfte im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts von unbekannten Erbauern errichtet worden sein. Um 1200 besaßen die Grafen von Peilstein die Burg als freies Eigen; Graf Friedrich V. von Peilstein starb hier 1209. 1405 ließ Rudolf Turso von Tiernstein den Palas ausbauen, und 1766 ließ Zeno Graf Montecuccoli die mittelalterlichen Wehranlagen und einen Teil der Wohnbauten abtragen, deren Material zum Ausbau von Schloss Mitterau diente.
Den Namen Osterburg übernahm die Familie Häusler, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf der Burg lebte und sich nach ihr nannte. Der dreigeschoßige Palas zeigt noch Reste von sieben steinernen Wappenschildern, die seit der Mitte des 17. Jahrhunderts seine Mauer schmückten. Das oberste Geschoß diente lange als Getreidespeicher.
Von Pielachhäuser, einem Ortsteil von Haunoldstein, führt eine Straße zur Ruine und zum Wirtschaftshof. Zwischen dem romanischen Bergfried und dem Palas verläuft heute eine Straße, wo einst der geräumige äußere Burghof lag. Der Boden auf dem dreieckigen Felsplateau ist uneben, und nach Süden fällt es steil in die Pielachschlucht ab.
Der runde Turm war nicht nur dekorativ, sondern bietet aus seinem Inneren noch heute sichtbare Hinweise auf die damaligen Bautechniken und Maurerarbeiten. Diese Details ermöglichen es Besuchern, die ursprüngliche Konstruktionsweise direkt zu beobachten.
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