Landhaus, Regierungsgebäude in Eisenstadt, Österreich.
Das Landhaus Eisenstadt ist ein Verwaltungsgebäude in der burgenländischen Landeshauptstadt, das durch eine symmetrische Fassade und zwei innenliegende Höfe geprägt ist. Ein nördlicher Anbau beherbergt seit 1973 das Landesarchiv und erweitert die administrativen Flächen.
Das Gebäude wurde zwischen 1926 und 1929 unter der Leitung des Architekten Rudolf Perthen errichtet und 1930 zum Sitz der burgenländischen Landesregierung. Der Bau fiel in eine Zeit, als das Burgenland seine neu gewonnene staatliche Unabhängigkeit durch Architektur dokumentieren wollte.
Der Plenarsaal enthält Werke lokaler Künstler und spiegelt die künstlerischen Ansprüche wider, die mit der Gründung des Landes verbunden waren. Diese Sammlung zeigt, wie die neue Verwaltung ihre Identität durch Kunst zum Ausdruck brachte.
Besucher können die Fassade und den Platz vor dem Gebäude frei sehen, doch der Zugang ins Innere ist auf Führungen oder spezielle Besuchstermine beschränkt. Es ist ratsam, vorher zu klären, welche Bereiche zugänglich sind und wann Besichtigungen möglich sind.
Der Plenarsaal war einst Heimat eines großen Wandgemäldes mit dem Titel 'Heimkehr des Burgenlandes', das 1945 zerstört wurde. Dieses verlorene Kunstwerk war ein zentrales Symbol für die Wiedervereinigung der Region nach dem Ersten Weltkrieg.
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