Pfarrkirche Sternberg, Pfarrkirche und Friedhof in Wernberg, Österreich.
Die Pfarrkirche Heiliger Georg in Sternberg steht auf einem steilen Hügel nördlich der Südautobahn. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche erhielt im 14. Jahrhundert einen Chor mit dreifach gestuften Strebepfeilern und im 15. Jahrhundert Maßwerkfenster. Die westliche Vorhalle von 1586 besitzt ein doppelt gekuppeltes Renaissancefenster; der im Kern romanische Turm wurde 1820 erneuert und mit einer Zwiebelhaube versehen.
Die Kirche war eine Eigenkirche der zwischen 1170 und 1180 aufscheinenden Grafen von Sternberg und wurde 1285 als Pfarrkirche genannt. 1311 ging sie mit der Burg an den Landesfürsten, 1329 an die Grafen von Ortenburg und 1418 an die Grafen von Cilli. 1457 wurde die Burg Sternberg im Kampf um das Erbe der Cillier zerstört und die Kirche beschädigt.
Der achteckige spätgotische Taufstein in der Südkapelle trägt einen hölzernen Pyramidenaufsatz mit um 1490 gemalten Darstellungen der Taufe Jesu, Marias mit dem Kind, einer dreifigurigen Taufszene und des heiligen Georg; sie gelten als frühes Werk des Meisters der Amlacher Altarflügel. Das 1629 von Jacob Kazner geschaffene Fastentuch zeigt auf 24 Bildfeldern drei Szenen aus dem Alten und einundzwanzig aus dem Neuen Testament.
Die Kirche steht in einem ehemals befestigten Friedhof; in der Nordostecke befindet sich eine quadratische Friedhofskapelle mit steilem Pyramidendach und Schießscharten. In der barocken Totenkammer ist ein frühgotisches Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Der Zugang erfolgt über den steilen Hügel; die Kirche ist ein denkmalgeschütztes Objekt.
Bei Restaurierungsarbeiten 1997 entdeckten Arbeiter ein großes Sonnenuhr-Fresko aus dem 16. Jahrhundert unter späteren Schichten. Diese Entdeckung führte auch zur Restaurierung von architektonischen Verzierungen aus dem 18. Jahrhundert.
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