Burgruine Zeiselberg, Mittelalterliche Burgruine in Magdalensberg, Österreich.
Die Burgruine Zeiselberg ist eine mittelalterliche Burganlage in der Region Magdalensberg und besteht aus einem rechteckigen Wohnturm auf der Höhe sowie massiven Mauerwerksteilen an der Nord- und Westseite. Die Gesamtanlage erstreckt sich über ein Areal von rund 640 Quadratmetern und bewahrt wichtige bauliche Strukturen aus dem Hochmittelalter.
Die Burgruine wurde um 1250 von Albert, dem Sohn von Hainricus Ziesel, errichtet und diente als befestigte Anlage in der Region. Im Mai 1293 erlitt die Burg eine Zerstörung, nach der sie nicht wieder aufgebaut wurde.
Der Ort Zeiselberg, die einzige Siedlung seiner Katastralgemeinde, entstand aus der mittelalterlichen Burg und trägt deren Namen. Die einheimische slowenische Mundart des Klagenfurter Feldes, die Hofnamen Kraut, Muhl, Tamiš und Habner sowie Flurnamen wie Zeiselberger Feld hat der aus dem Ort stammende Schriftsteller Bojan-Ilija Schnabl festgehalten.
Die Ruine liegt auf 600 m Seehöhe auf der Anhöhe über dem Ort Zeiselberg in der Gemeinde Magdalensberg. Der Kern der Burg ist im Norden und Westen durch einen mächtigen Halsgraben geschützt, das Tor im Osten führt in den kleinen Innenhof. Das originale Mauerwerk ist großteils nur bis Kniehöhe erhalten, der Bergfried wurde wieder bis acht Meter Höhe aufgemauert. Ein lokaler Verein bemüht sich um Erforschung und Nutzung der Ruine.
Bei den Grabungen seit 1989 kamen Hufeisen, Gürtelschnallen, Armbrustbolzen und ein Alembik, ein Destilliergerät, zutage. Da die Burg nur wenige Jahrzehnte bestand, blieben diese Funde von späteren Umbauten ungestört und vermitteln ein unverfälschtes Bild des Alltags im 13. Jahrhundert.
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