Eisbründlhöhle, Karsthöhle in Graz, Österreich.
Die Eisbründlhöhle ist eine Karsthöhle am östlichen Fuß des Buchkogels im Grazer Bezirk Straßgang. Sie liegt in einer Einschaltung von Eggenberger Brekzie in Dolomit. Aus ihr entspringt der episodisch wasserführende Bründlbach. Heute ist nur noch ein kurzer, etwa 10 m langer Seitengang begehbar.
Die Höhle wurde in den 1950er Jahren von Forschern untersucht, die unterirdische Verbindungen zur Feliferhof-Polje entdeckten. Diese Entdeckung zeigte, dass die Quelle des Bründlbachs tiefer unter der Erde liegt, als man zuvor gedacht hatte.
Die Höhle ist in lokalen Geschichten präsent, in denen von unterirdischen Gängen erzählt wird, die angeblich die Stadt betreffen könnten. Solche Erzählungen zeigen, wie die Menschen die verborgene Wasserkraft dieser Gegend seit langem wahrnehmen.
Von der nächsten Bus-Haltestelle der Graz Linien (Linie 33) sind es zu Fuß etwa 10 Minuten. Nach stärkeren Niederschlägen ist der begehbare Höhlenteil wassererfüllt, Gummistiefel sind dann unverzichtbar. Rund um den obersten Bründlteich führt ein barrierefreier Wanderweg; Richtung St. Martin kann ein Waldlehrpfad begangen werden.
Die Quelle der Höhle wurde mit dem Martinsbrunnen in Verbindung gebracht, einer ehemaligen Quelle, deren Wasser bis Ende des 19. Jahrhunderts Heilkräfte nachgesagt wurden. Dieser Brunnen bildete das Herzstück einer Parkanlage mit drei Teichen beim Schloss St. Martin, die 1830 Kaiser Franz samt Gefolge besuchte.
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