Schloss Sankt Martin, Bildungsschloss im Bezirk Strassgang, Graz, Österreich
Schloss Sankt Martin ist ein Schloss am südöstlichen Stadtrand von Graz, das heute als Bildungs- und Tagungszentrum genutzt wird. Es verfügt über vier Ecktürme, einen trapezförmigen Arkadeninnenhof und mehrere Gebäudeteile, die zu Seminar- und Unterkunftsräumen umgebaut wurden.
Die Anlage wurde erstmals im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnt und befand sich damals im Besitz der Familie Aribonen. Im 16. Jahrhundert wurde das mittelalterliche Gebäude zu einem Renaissanceschloss umgestaltet, wobei die charakteristischen Arkadenbögen des Innenhofs entstanden.
Der Name des Schlosses geht auf eine nahegelegene Kapelle zurück, die dem heiligen Martin geweiht ist und noch heute auf dem Gelände steht. Besucher können die Kapelle besichtigen und dabei einen stillen Kontrast zum geschäftigen Tagungsbetrieb im Hauptgebäude erleben.
Das Schloss liegt am Stadtrand von Graz und ist mit dem Auto gut erreichbar; auf dem Gelände stehen Parkplätze zur Verfügung. Ein Besuch lohnt sich besonders dann, wenn Veranstaltungen oder öffentliche Führungen stattfinden, da das Innere sonst größtenteils für Tagungsgäste reserviert ist.
Unter dem Innenhof befindet sich ein ehemaliger Kohlebunker, der heute als Kulturraum namens KuKo genutzt wird. Der unterirdische Raum beherbergt Kunstausstellungen und Aufführungen und bildet damit einen merkwürdigen Kontrast zum historischen Bau darüber.
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