Hofmarstallschwemme, Barocke Pferdefontäne in Altstadt, Österreich
Die Pferdeschwemme steht am Herbert-von-Karajan-Platz, neben dem Neutor und gegenüber der Großes Festspielhaus. Ihre von Bernhard Michael Mandl geschaffene, mit B.M. Mandl MDCLXXXXV bezeichnete Gruppe zeigt ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd, das ein Rossebändiger führt; die Figur gilt als Alexander der Große. Vor einer Wand mit Fresken von Franz Anton Ebner, zuletzt 1960 übermalt, liegt ein Becken.
1695 entstand die Pferdeschwemme im Zug der Neugestaltung des Hofmarstalls durch Johann Bernhard Fischer von Erlach; die Rossebändigergruppe ist mit B.M. Mandl MDCLXXXXV bezeichnet, als Entwerfer wird Fischer vermutet, angeregt von antiken Pferdegruppen nach Zeichnungen aus Berninis Werkstatt. 1732 gab Fürsterzbischof Leopold Anton von Firmian der Anlage ihre heutige Gestalt, drehte die Skulptur zur Stadt und ließ sein Wappen auf den neuen Sockel setzen.
Der Rossebändiger stellt Alexander den Großen dar, wie die esperantosprachige Quelle angibt; die lateinische Sockelinschrift preist die „alte Schönheit, wiederhergestellt durch wunderbare Neuheit“ unter Erzbischof Leopold Anton von Firmian. Die Wandfresken von Franz Anton Ebner wurden mehrfach übermalt, zuletzt 1960.
Der Brunnen liegt auf dem Herbert von Karajan Platz nahe den Festspielhäusern und ist das ganze Jahr hindurch erreichbar, wenn man den historischen Kern Salzburgs erkundet. Als Denkmal bleibt der Brunnen frei zugänglich von außen zu betrachten.
Bei einer Renovierung unter Fürsterzbischof Firmian wurde der gesamte Brunnen um 90 Grad gedreht und sein Wappenschild sowie eine Gedenkinschrift hinzugefügt. Diese Veränderung machte die Anlage zu einer neuen Darstellung von Macht und Besitz.
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