Schloss Gusterheim, Mittelalterliches Schloss in Pöls-Oberkurzheim, Österreich
Schloss Gusterheim ist ein langgestrecktes zweistockiges Gebaude in Poles-Oberkurzheim mit zwei kleinen inneren Hofen und einem ostlichen Turm, der von einer barocken Kuppel gekront wird. Die gesamte Anlage zeigt Merkmale von Adelsarchitektur und Funktionalitat, die durch mehrere Umbauphasen uber Jahrhunderte hinweg entstanden sind.
Das Gebaude entstand ursprunglich als Hof von Offenburg Castle, wurde aber nach 1629 von Christof Viehhauser in eine adlige Residenz umgewandelt. Spatere Umbauten im Jahr 1835 integrierten Gefangniszellen aus den verfallenen Ruinen der Burg Reifenstein, als das Anwesen zeitweise als Gerichtsgebau diente.
Das Schloss erhielt 1658 kaiserliche Anerkennung von Leopold I., wodurch der Besitzer Christian Johann Payrlechner den Titel 'von Lerchtenthal und Gusterheim' annehmen durfte. Diese Erhebung in den Adelsstand ist an der Architektur des Gebäudes selbst sichtbar und prägt bis heute sein Erscheinungsbild.
Das Schloss funktioniert heute als Residenz und Verwaltungsgebaude fur einen grossen Forstbetrieb, bleibt aber fur Besucher von aussen einsehbar. Es ist am besten zu Fuss erreichbar und die Aussenbesichtigung ist moglich, wobei man respektvoll gebuehrliche Distanz halten sollte.
Das Gebaude enthalt eine ungewohnliche Sammlung von Bausteinen: Teile seiner Struktur stammen aus der ehemaligen Burg Offenburg, wahrend Gefangniszellen aus der verfallenden Burg Reifenstein in die Mauerwerk integriert wurden. Diese Wiederverwendung von Material aus benachbarten Burgen ist ein seltenes Beispiel dafur, wie alte Strukturen in einer neuen Anlage aufgelost wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.