Geisterschloss, Geisterbahn im Prater, Österreich
Das Geisterschloss ist eine Spukbahn im Prater, bei der Besucher in kleinen elektrischen Wagen durch dunkle Gänge fahren und auf mechanische Figuren sowie Animatroniken treffen. Die Fahrt führt durch mehrere Räume mit theatralischen Szenen, die Schreckreaktionen auslösen sollen.
Friedrich Holzdorfer errichtete das erste Geisterschloß im März 1933 auf der Parzelle Prater 96, dem heutigen Calafatiplatz. Im April 1945 brannte es bei den Luftangriffen auf Wien vollständig nieder. 1955 kaufte die Schaustellerfamilie Kolnhofer die Parzelle Prater 17 und eröffnete dort die Geistermühle, die zum Saisonwechsel 1957/58 zum Geisterschloss umgebaut wurde.
Der Name „Geisterschloss“ (früher „Geisterschloß“) bezeichnete zwei Geisterbahnen im Wurstelprater. Die heutige eröffnete um 1955 als „Geistermühle“ und erhielt zur Saison 1957/58 die Burgfassade. Betrieben wird sie von der Schaustellerfamilie Kolnhofer, die die Parzelle 1955 kaufte; seit 1981 ist Alice Kolnhofer Eigentümerin.
Die Fahrt dauert etwa vier Minuten und besteht aus Abschnitten im Dunkeln wechselnd mit Außenpassagen, wo die Wagen das Gebäude verlassen. Der Wechsel zwischen Innen und Außen bietet Pausen zwischen den schreckenerregenden Szenen.
Der Gorilla-Animatronic auf dem rechten Balkon, etwa einen Meter über dem Straßenniveau, bewegt Oberkörper, Kopf und beide Arme und lädt Vorbeigehende im Wiener Dialekt zu einer Fahrt ein. Er ersetzte eine Figur, die im September 2002 gegen drei Uhr morgens durch vermutete Brandstiftung zerstört wurde, als die Anlage stromlos war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.712 Mitwirkenden weltweit.