Salzburger Zwergelgarten, Barockgarten in Salzburg, Österreich
Der Zwergelgarten ist eine Gruppe von nach 1690 aus Untersberg-Marmor gefertigten Zwergenfiguren, die heute auf der Wasserbastei westlich von Schloss Mirabell stehen. Eine 15-stufige Freitreppe, gesäumt von zwei Löwen aus Stein, und ein 28 Meter langer Holzsteg führen zum Bastionsgarten. Ursprünglich standen die Figuren im Parterre des Mirabellgartens, an der Stelle des heutigen Kinderspielplatzes.
Der Zwerglgarten entstand im Rahmen der Pläne Johann Bernhard Fischer von Erlachs für den Mirabellgarten, wohl kurz nach 1690; der erste Beleg stammt aus der Zeit nach 1710. 1811 wurden die Figuren um geringe Beträge versteigert und verstreut. Am 20. Oktober 1919 beschloss der Gemeinderat den Wiederaufbau, und die Zwerge wurden provisorisch auf der Wasserbastei aufgestellt, wo sie bis heute stehen.
Der Garten hieß ursprünglich Pigatlgarten, später Pagodngarten. Seine Zwerge aus Untersberg-Marmor, nach 1690 geschaffen, gehen auf Jacques Callots 24 Karikaturen von Buckligen und Bettlern zurück, die als „varie figure gobbi“ europaweit bekannt wurden. In Salzburg war der Hofzwerg Josef Friedrich von Meichelböck (1687–1746) am Hof des Fürstbischofs angesehen und beliebt.
Die Zwergskulpturen befinden sich innerhalb des größeren Mirabell-Gartens und sind während der Gartenöffnungszeiten zugänglich. Am besten besuchst du sie in den wärmeren Monaten, wenn der gesamte Garten in Betrieb ist und die Umgebung gepflegt wird.
Der erste Beleg für den Zwerglgarten stammt erst aus der Zeit nach 1710, doch fehlen Hinweise auf eine Neugestaltung, weshalb seine Entstehung im Gesamtkonzept Fischer von Erlachs kurz nach 1690 angenommen wird. 1811 wurden die Zwerge versteigert und verstreut; am 20. Oktober 1919 beschloss der Gemeinderat den Wiederaufbau.
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