Pötsch, Bergsiedlung in Sankt Jakob in Defereggen, Österreich
Pötsch ist eine Bergsiedlung im Gemeindegebiet von Sankt Jakob in Defereggen in Österreich, die aus zwei Wohngruppen sowie zwei Einzellagen besteht. Die Siedlung liegt zwischen dem Schwarzach und dem Lappbach auf etwa 1.480 Metern Höhe.
Die Siedlung geht auf das Mittelalter zurück, als der Hof Vorder- oder Unterladstatt gegründet wurde, und wurde erstmals 1528 unter dem Namen Petscherleins Raut schriftlich erwähnt. Diese frühe Bezeichnung weist auf die Rodungsgeschichte hin, die für viele Alpensiedlungen in dieser Region typisch ist.
Der Schneidershof ist der letzte noch aktive Bauernhof in Pötsch und führt die alpine Landwirtschaft auf traditionelle Weise weiter. Wer durch die Siedlung geht, kann die Arbeit auf dem Hof beobachten und einen Eindruck davon gewinnen, wie das Leben in diesem Hochtal heute noch aussieht.
Pötsch ist über die Defereggentalstraße L25 erreichbar, von der eine Nebenstraße über den Schwarzach in die Siedlung führt. Je nach Jahreszeit kann die Straße winterliche Bedingungen aufweisen, weshalb eine entsprechende Vorbereitung empfehlenswert ist.
Auf dem Anwesen Zellisn und Wieland sind noch originale Wirtschaftsgebäude aus dem 16. Jahrhundert erhalten, darunter ein Kornspeicher und Waschanlagen. Diese Bauten zeigen auf anschauliche Weise, wie die Bewohner des Hochtals ihren Alltag über Jahrhunderte organisierten.
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