Kirche Gregor des Erleuchters, Armenische Kirche nahe dem Fountains Square, Baku, Aserbaidschan.
Die Kirche des Heiligen Gregor des Erleuchters ist ein armenisches Kirchengebäude nahe dem Fountains Square mit großen Steinmauern, mehreren gewölbten Fenstern und traditionellen armenischen Elementen. Das von Karl Gustav Hippius 1887 entworfene Bauwerk zeigt typische Merkmale dieser Architekturschule durch seine Materialwahl und Gestaltung.
Die Kirche entstand 1887 als Zeichen der armenischen Präsenz in Baku und wurde später durch kriegerische Ereignisse beschädigt. Sie überstand die Belagerung von Baku im ersten Weltkrieg sowie nachfolgende politische Umbrüche in der Region.
Die Kirche war ein wichtiger Treffpunkt für die armenische Gemeinde und bot Raum für Bildung und Gemeinschaftsleben. An ihr waren eine Mädchenschule und eine Bibliothek angegliedert, die von der armenischen Wohltätigkeitsgesellschaft gegründet wurden.
Das Gebäude dient derzeit als Archivdepartement der Präsidialverwaltung von Aserbaidschan und ist nicht frei zugänglich. Besucher sollten im Voraus eine Genehmigung einholen, um das Innere besichtigen zu dürfen.
Das Gebäude ist das letzte erhaltene armenische Denkmal in Baku und repräsentiert damit ein seltenes Zeugnis dieser Kultur in der Stadt. Es empfing 2010 einen Besuch des Katholikos Karekin II., der dort betete und dem Ort damit internationale Aufmerksamkeit schenkte.
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