Hausmuseum von Bülbül, Hausmuseum in Shusha, Aserbaidschan.
Das Hausmuseum von Bülbül in Schuscha ist ein eingeschossiges Wohnhaus mit zwei Zimmern und einem Balkon, das laut einer an einer Wand entdeckten Inschrift 1788 errichtet wurde. Bülbül wurde hier geboren und verbrachte seine Kindheit darin. Die Räume bewahren sein Dayereh, Manuskripte, Artikel und Berichte, Konzertplakate von 1925–1926 sowie Fotos mit Familie, Freunden und Kollegen.
Der Sänger Bulbul lebte im späten 19. und 20. Jahrhundert und prägte durch seine Innovationen die Vokalmusik Aserbaidschans nachhaltig. Das Wohnhaus wurde später als Museum eingerichtet, um sein Wirken und seinen Einfluss auf die Musikgeschichte des Landes festzuhalten.
Bulbul entlehnte seinen Künstlernamen der Nachtigall; das Haus, in dem er geboren wurde und seine Kindheit verbrachte, wurde 1982 auf Anweisung Heydar Aliyevs durch Beschluss des Exekutivkomitees der Stadt Shusha zum Museum. Im Hof entstand ein Sommerkonzertsaal für 250–300 Personen; die erste Veranstaltung war der 125. Geburtstag Bulbuls im Rahmen des 8. Internationalen Gesangswettbewerbs, der seinen Namen trägt.
Das Museum befindet sich in Shusha in einem historischen Wohnviertel und ist leicht zu Fuß zu erreichen, wenn man durch die Altstadt spaziert. Es empfiehlt sich, etwa eine Stunde Zeit einzuplanen, um die Räume gemächlich zu erkunden und die ausgestellten Gegenstände zu betrachten.
Das Bronzeporträt des jungen Bulbul vom Bildhauer Khanlar Ahmadov gehörte zu den Gedenktafeln an der Fassade und war kein Eingangszeichen. Nach der Befreiung von Shusha im Jahr 2020 war im Haus kein Gegenstand mehr vorhanden, der an Bulbul erinnerte; alle ausgestellten Stücke stammen aus seinem Gedenkmuseum in Baku. Im Hof steht eine neue Büste des Sängers, während die beschädigte alte Büste als Zeugnis der Zerstörung aufbewahrt wird.
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