Dinarisches Gebirge, Gebirge zwischen Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien
Die Dinarischen Alpen erstrecken sich über 645 Kilometer von Norditalien bis Albanien und bilden eine Kette aus parallel verlaufenden Gebirgszügen, die sich entlang der Adriaküste erheben. Diese Kalksteinmassive erreichen Höhen über 2500 Meter und trennen die Küstenebene vom Binnenland des Balkans.
Die Gebirgskette entstand vor etwa 100 Millionen Jahren durch tektonische Hebung und Kollision der adriatischen Mikroplatte mit dem europäischen Kontinent. Während der Eiszeit formten Gletscher die höchsten Gipfel und hinterließen heute sichtbare Karseen und Täler.
Im zentralen Balkan tragen die Berge Namen aus den slawischen Sprachen und lokalen Dialekten, die sich auf Formen, Gipfel oder alte Siedlungen beziehen. Schäfer führen im Sommer ihre Herden auf die Hochplateaus, wobei sie traditionelle Routen nutzen, die seit Generationen existieren.
Viele Wanderwege folgen alten Viehtriebswegen und Bergpässen, die im Sommer gut begehbar sind, während Schnee die höheren Abschnitte von November bis Mai oft unzugänglich macht. Wetterbedingungen ändern sich schnell in der Höhe, und Nebel kann selbst im Sommer unerwartet aufziehen.
Unter den Kalksteinkämmen liegen unterirdische Flüsse, die manchmal jahrelang verschwinden, bevor sie kilometerweit entfernt wieder an die Oberfläche kommen. Einige Höhlen enthalten Knochen eiszeitlicher Tiere, die dort Schutz gesucht hatten.
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