Neretva, Fluss und Ramsar-Gebiet von den Dinarischen Alpen zur Adria, Bosnien und Herzegowina und Kroatien
Die Neretva ist ein Fluss und Ramsar-Gebiet, das sich von den Dinarischen Alpen zur Adria erstreckt und dabei Hochgebirgsschluchten und breite Tallandschaften durchquert. Der Wasserlauf teilt sich zwischen Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien auf und wird an mehreren Stellen durch Staudämme unterbrochen, die der Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz dienen.
Das Flusstal war in der Antike Heimat des illyrischen Stammes der Ardiaei, die als geschickte Seeleute und Fischer bekannt waren. Der Name Narenta aus dieser Zeit bezeugt eine lange Kontinuität menschlicher Siedlung und Wirtschaft in dieser Region.
Der Fluss prägt das Leben in seinen Tälern seit Jahrtausenden und verbindet zwei Länder durch gemeinsame Nutzung und Abhängigkeit von seinen Wassern. Die Menschen nutzen die Uferzonen heute noch zum Fischen und bauen Obst und Gemüse in den fruchtbaren Ebenen an.
Das Gebiet lässt sich von mehreren Aussichtspunkten an den Schluchtenrändern und aus den offenen Tälern erkunden, wobei die besten Einblicke in den Frühjahrs- und Herbstmonaten möglich sind. Der Zugang erfolgt über Straßen und Wanderwege, die in den lokalen Gemeinden beginnen und sich dem Fluss nähern.
Das Flussgebiet beherbergt etwa ein Viertel aller europäischen Fischarten, darunter die bedrohte Wels-Äsche, die ihre Laichplätze in den sauberen Stromschnellen hat. Diese hohe Artenvielfalt macht den Fluss zu einem der wichtigsten Feuchtgebiete Europas für den Fischbestand.
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