Zvorniksee, Stausee in Bosnien-Herzegowina und Serbien
Der Zvornik-See ist ein künstlicher Stausee am Fluss Drina, der auf der Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien liegt, in der Nähe der Städte Zvornik und Mali Zvornik. Das aufgestaute Wasser wird von einem Betondamm zurückgehalten, und der See erstreckt sich über eine beträchtliche Länge mit wechselnden Breiten entlang beider Ufer.
Die Arbeiten am Staudamm begannen 1948, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, und der See war bis 1955 vollständig aufgefüllt. Die Flutung überschwemmte mehrere Dörfer und landwirtschaftliche Flächen in der Region, und die Bewohner mussten ihre Heimat verlassen.
Der See trägt den Namen der bosnischen Stadt an seinem Ufer und ist heute ein beliebter Treffpunkt für Einheimische aus beiden Ländern, die hier angeln oder schwimmen. Wer durch die Ortschaften am Ufer geht, erlebt einen entspannten Alltag, in dem das Wasser zum normalen Leben dazugehört.
Der See liegt an der Grenze zwischen zwei Ländern, daher sollte man prüfen, ob ein Reisedokument für die Überquerung benötigt wird. Entlang beider Ufer gibt es Unterkünfte und Restaurants in Gehweite der Städte, und die Ufer sind gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.
Die Staatsgrenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien verläuft mitten durch den See, sodass man beim Schwimmen oder Angeln technisch gesehen von einem Land ins andere wechseln kann. Die zugehörige Wasserkraftanlage versorgt noch heute Haushalte und Betriebe auf beiden Seiten der Grenze mit Strom.
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