Jablaničko jezero, Künstlicher See Jablanica in Bosnien und Herzegowina.
Der Jablanica-See ist ein künstliches Staubecken an der Neretva, das sich zwischen Sarajevo und Mostar an der M17-Straße erstreckt. Das Wasser wird von steilen Bergwänden umrahmt und bildet eine lange, schmale Bucht mit mehreren Armen.
Der See entstand 1953 und 1954 als Teil eines Wasserkraftprojekts während der Zeit von Marschall Tito. Seine Entstehung führte zur Überflutung mehrerer Dörfer und zum Umsiedeln ihrer Bewohner.
Rund um den See finden sich Hunderte von mittelalterlichen Grabsteinen, sogenannte Stećci, die alte Bestattungsbräuche zeigen und bis heute ein wichtiger Teil des bosnischen Kulturerbes darstellen.
Der See ist über die M17-Straße erreichbar, und die wichtigsten Einrichtungen befinden sich im südlichen Bereich rund um das Dorf Ostrožac. Dort gibt es Strände, Bootsvermietung, Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten.
Bei extremer Trockenheit im Jahr 2012 sank der Wasserspiegel so weit ab, dass ein versunkener Friedhof sichtbar wurde. Diese Gräber waren ursprünglich bei der Seeerstellung überflutet worden und zeugen von der menschlichen Seite dieser großen Infrastruktur.
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